DGA022_Allergy_Article_Headers_Allergy_during_pregnancy_1600x656.jpg

Nahrungsmittelallergie trotz Stillen

Auch wenn es äußerst selten vorkommt – selbst Stillkinder können eine Nahrungsmittelallergie oder eine Kuhmilcheiweißallergie entwickeln. Dann kann es sinnvoll sein, wenn Sie als stillende Mutter vorübergehend auf Kuhmilch und Milchprodukte verzichten. Informieren Sie sich über genetische Veranlagung, Symptome und darüber, was Sie bei einem Allergieverdacht tun können.


Etwa 4 Prozent aller Kinder sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen. Das zeigen wissenschaftliche Studien mit Provokationstestungen, bei denen man untersucht, ob nach dem Verzehr des entsprechenden Lebensmittels eine allergische Reaktion auftritt. Meist handelt es sich bei den Betroffenen um Babys, die nicht gestillt werden. Muttermilch ist ein Schutzfaktor, aber die Symptome der Nahrungsmittelallergie treten auch bei etwa 0,5 Prozent der Stillkinder auf.

 

Falls Sie Ihr Kind stillen und es trotzdem Symptome einer Nahrungsmittelallergie zeigt, ist dies kein Grund, das Stillen einzustellen. Auch im Falle von Kindern mit Allergien gegen Kuhmilchprotein ist das ausschließliche Stillen für die ersten vier bis sechs Monate die beste Ernährung. Sprechen Sie in diesem Fall bitte unbedingt mit Ihrem Arzt oder einem allergologisch geschulten Ernährungsberater über das weitere Vorgehen. Wahrscheinlich wird man Ihnen als Mutter eine Eliminationsdiät empfehlen, das heißt, Sie sollten für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel 14 Tage, auf Kuhmilch und Milchprodukte in Ihrer Ernährung verzichten, damit Ihr Baby kein Milcheiweiß über die Muttermilch auasfnimmt. Bessern sich die Symptome Ihres Säuglings, ist eine Kuhmilcheiweißallergie sehr wahrscheinlich. 

Infobox

Bitte besprechen Sie sich immer mit Ihrem Arzt und streichen Sie nicht selbstständig Milchprodukte aus Ihrem Ernährungsplan. Einschränkungen in der mütterlichen Diät erfordern professionelle Beratung und Betreuung, damit Ihr Kind und Sie weiterhin mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer Eliminationsdiät zählt ein Mangel an Calcium und Vitamin D3 – bei Ihnen und Ihrem Stillkind. Sollte Ihr Arzt eine Eliminationsdiät vorschlagen, wird er Sie zum Thema Nahrungsergänzungsmittel beraten. 

Wenn sich der Verdacht auf eine Kuhmilcheiweißallergie bestätigt und Sie nicht oder nicht voll stillen, kann es in seltenen Fällen nötig werden, das Kind mit einem kuhmilchfreien Ersatz zu ernähren. Denn Milch ist und bleibt die wichtigste Nährstoffquelle für Babys. Ihr Arzt wird Ihnen dann eine Spezialnahrung verschreiben, die auf nicht allergenen Eiweißkomponenten basiert. In diesem Fall dürfen Sie nämlich keine hypoallergenen HA-Säuglingsanfangsnahrungen geben, die ohne Rezept erhältlich sind. Diese dienen lediglich der Allergieprävention, denn sie enthalten noch Spuren von Milchproteinen und eignen sich daher nicht bei einer Kuhmilcheiweißallergie.

Beobachten Sie Ihr Kind

Allergiesymptome zeigen sich aufgrund des noch unreifen Verdauungs- und Abwehrsystems Ihres Säuglings meist bereits in den ersten Lebenswochen. Die Entstehung einer Nahrungsmittelallergie ist auch bei ausschließlich gestillten Babys möglich, wenngleich dieses Phänomen viel seltener vorkommt als bei nicht gestillten Kindern. 

Die Symptome einer Allergie gegen Milcheiweiß

Die möglichen Symptome sind bei Säuglingen sehr unterschiedlich. Auch der Schweregrad der Symptome ist variabel. Die allergische Reaktion kann sich auf der Haut äußern, kann vom Magen-Darm-Trakt ausgehen oder über die Atemwege auftreten. Das macht die Diagnose so schwierig: Eine Hautveränderung muss nicht gleich eine Allergie bedeuten und behandelt werden. Bei Säuglingen kann es sich auch um einen Hitzeausschlag oder Neugeborenenakne handeln. Auf der anderen Seite besteht natürlich auch die Gefahr, dass manche Symptome als harmlos abgetan werden, obwohl es sich um eine Allergie gegen Milchproteine ​​handelt. Den Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, egal welche, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen. 

Logo_Aptawelt_Experten.png