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Beikosteinführung bei Allergierisiko

Nach dem vollendeten vierten Lebensmonat beginnt die schrittweise Gewöhnung an Beikost. Das trainiert zusätzlich das kindliche Immunsystem. Wie Sie am besten vorgehen, erfahren Sie hier.


Unter Beikost versteht man die Nahrungsmittel, die Babys im ersten Lebensjahr zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrungen erhalten. So wird das Baby an feste Lebensmittel herangeführt und es lernt, vom Löffel zu essen. Den Anfang machen dabei Breie.

 

Auch wenn Ihr Baby eine Anlage zu Allergien mitbringt: Lassen Sie es in der Umstellungsphase so viele verschiedene Lebensmittel wie möglich probieren! Eine vielfältige, abwechslungsreiche und nährstoffreiche Beikost ist das Beste, wenn es darum geht, die Entwicklung eines starken Immunsystems zu fördern und Allergien vorzubeugen. 

Wichtiger als die Lebensmittel: der richtige Zeitpunkt

Beginnen Sie frühestens nach dem vollendeten vierten Lebensmonat mit der Einführung der Beikost, aber auch nicht später als nach dem vollendeten sechsten Monat. Eine Verzögerung der Beikosteinführung aus Gründen der Allergieprävention gilt medizinisch als nicht sinnvoll. Ihr Baby zeigt Ihnen, wenn es bereit für die Beikost ist. Es wird dann vermehrt an seinen Fingerchen saugen oder Ihnen interessiert beim Essen zuschauen. Das ist ein gutes Zeichen, dass die Zeit reif ist für die ersten Versuche mit dem Löffelchen.

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„Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ aus Allergiepräventionsbroschüre

Gewöhnung an neue Lebensmittel

Die Verträglichkeit testen Sie am besten schrittweise. Den Weg vom Fläschchen zu fester Nahrung gehen Sie in Schritten. Bleiben Sie dabei gelassen und haben Sie Geduld: Ihr Baby braucht ein bisschen Zeit, um sich an die neuen Lebensmittel zu gewöhnen. Und auch wenn Ihr Baby allergiegefährdet ist, müssen Sie sich nicht bei jedem Quengeln Sorgen machen – manches schmeckt Ihrem Kind vielleicht einfach nicht. Um herauszufinden, welche Lebensmittel Ihr Kind gut verträgt und welche nicht, empfehlen wir, die Zutaten einer Mahlzeit jeweils einzeln nacheinander, im Abstand von einigen Tagen, einzuführen. 

Infobox

• Ersetzen Sie zunächst zum Beispiel die mittägliche „Milchmahlzeit“ (Stillen oder HA-Nahrung) durch einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei.

• Hat sich Ihr Baby dann an die neue Mittagsbreimahlzeit gewöhnt, können Sie im nächsten Schritt die Abendmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzen.

• Als nächsten Schritt ersetzen Sie das Nachmittagsfläschchen. Bieten Sie hierzu Ihrem Baby einen milchfreien Getreide-Obst-Brei an. Diesen können Sie mit Bio-Getreideflocken einfach selbst zubereiten. 

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