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Laufenlernen – ein Meilenstein für Ihr Baby

Kinder lernen in ganz unterschiedlichem Tempo laufen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Baby bei diesem großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit ermutigen können.


Die Entwicklung eines Kindes ist sehr individuell, und gerade bei der motorischen Entwicklung gibt es eine große zeitliche Bandbreite. Das ist ganz normal. Lassen Sie sich also nicht verunsichern, wenn das Baby von Bekannten vielleicht schon mit 9 Monaten seine ersten Schritte macht, Ihr Baby aber noch keine Anzeichen dafür zeigt. Es handelt sich beim Laufen lernen um einen komplexen Entwicklungsprozess, den Ihr Kind in seinem eigenen Tempo bewältigen dürfen sollte. Ob Frühentwickler oder Spätzünder – auch beim Laufenlernen gibt es keinen fixen Zeitpunkt, sondern nur Durchschnittswerte.

Wann lernen Babys laufen?

Die meisten Babys fangen an sich im Alter zwischen 8 und 10 Monaten an Möbeln hochzuziehen und lernen aufrecht zu stehen – zunächst noch etwas wackelig, dann recht sicher. Später beginnen sie dann, die ersten Schritte zu versuchen. Nach gut 2 weiteren Monaten können viele Kleinkinder dann schon ein paar Schritte alleine gehen. Und mit etwa 18 Monaten ist es dann bei den meisten geschafft: Sie können ohne Hilfe laufen.

Laufenlernen ohne Zwang

Bitte versuchen Sie nicht, Ihrem Kind das Gehen „beizubringen", indem Sie es auf die Füße stellen oder sogenannte Lauflernhilfen bemühen. Das verunsichert Ihr Baby unnötig oder kann im schlimmsten Fall sogar Haltungsschäden verursachen. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind den Freiraum geben, seine Muskeln zu stärken und selbst sein Gefühl für Bewegung zu entwickeln. Sie können Ihr Baby bei seinen ersten Gehversuchen motivieren und unterstützen, indem Sie:

  • den „Trainingsparcours" Ihres Kindes sicher machen. Alles, was umfallen oder heruntergezogen werden könnte, sollte weggeräumt werden.
  • Ihr Kind möglichst oft im Garten, auf Wiesen oder auf einem barrierefreien Gelände üben lassen.
  • Ihr Baby für jeden Fortschritt loben. Motivieren Sie es, indem Sie ihm nicht bei jeder Schwierigkeit gleich helfen, sondern es in seiner Eigenständigkeit bestärken.

Experten-Tipp:

Am besten ist es für Ihr Baby, barfuß zu laufen. So entwickelt sich seine Fußmuskulatur und es lernt leichter, die Balance zu halten.

Wenn Ihr Baby bereits stehen kann und einige erste wacklige Schritte gemacht hat, können Sie versuchen, es mit diesen beiden Übungen zu motivieren:

  • Geben Sie Ihrem Kind ein sehr großes Spielzeug in die Hand und fordern Sie es auf, damit zu Ihnen zu kommen. Das weckt seinen Ehrgeiz, und es lernt, sein Gleichgewicht zu trainieren.
  • Stellen Sie Ihr Kind 2 Meter vor sich auf und halten Sie die Arme auf. Irgendwann wird es den Mut fassen, ein paar Schritte in Ihre Richtung zu wagen.

Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn die Übungen nicht auf Anhieb klappen. Geben Sie Ihrem Kind etwas Zeit und probieren Sie es später noch einmal.

Ihr Baby ist zufrieden damit, die Welt krabbelnd zu erforschen? Das ist auch okay. Manchmal wirkt es auf Spätzünder auch inspirierend, wenn sie öfter mit anderen Spielkameraden zusammen sind, die bereits laufen können. Viele Babys versuchen dann früher oder später, die anderen Kinder zu imitieren, um mit ihnen mitlaufen zu können.

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