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Wann ist es Zeit, mit Beikost zu starten?

Wann ist der richtige Zeitpunkt, zusätzlich zur Milchmahlzeit mit Beikost zu beginnen? Auf welche Signale Ihres Babys Sie achten sollten und wann Sie frühestens mit der Einführung der Beikost beginnen sollten, erfahren Sie hier.


Die Einführung in die Beikost ist ein Meilenstein in der Ernährung Ihres Kindes. Unter Beikost versteht man alle Nahrungsmittel, die Babys im 1. Lebensjahr zusätzlich zur Muttermilch oder zu Säuglingsnahrung erhalten – wie z.B. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Brot, Fleisch und Fisch. So wird Ihr Baby an festere Nahrungsmittel herangeführt und lernt dabei, vom Löffel zu essen und aus der Tasse zu trinken. Den Anfang machen dabei Breie.

Wann ist es Zeit, mit der Beikost zu starten?

Säuglinge sollten im 1. Lebensjahr, mind. Bis zum Beginn des 5. Monats, ausschließlich gestillt werden. Die Nationale Stillkommission empfiehlt, 6 Monate ausschließlich zu stillen. Spätestens dann wird Ihr Baby mehr Energie und Nährstoffe brauchen – insbesondere Eisen.

Ihr Baby wächst und mit ihm auch sein Nährstoffbedarf. Deshalb sollten Sie frühestens im Alter von 17 Wochen und spätestens im Alter von 26 Wochen damit beginnen, den Energie- und Nährstoffbedarf Ihres Babys zusätzlich durch die schrittweise Einführung der Beikost zu decken. Denn jetzt benötigt der Organismus Ihres Babys für seine Entwicklungssprünge viel mehr Mikro- und Makronährstoffe (z.B. Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente). Besonders den entwicklungsbedingt höheren Eisenbedarf gilt es zu decken, indem Sie Ihr Baby ergänzend zur Milchmahlzeit mit Beikost füttern. Das gilt natürlich auch, wenn Sie nicht oder nur teilweise stillen.

Wann sollte ich mit Beikost anfangen?

Um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, beobachten Sie einfach Ihr Baby:

  • Lässt  bei Ihrem Baby der Zungenstoßreflex nach, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird? 
  • Kann Ihr Baby mit Unterstützung aufrecht sitzen?
  • Kann Ihr Baby selbstständig Dinge in den Mund stecken?
  • Zeigt Ihr Baby Interesse an neuen Lebensmitteln bzw. am Essen anderer?
  • Öffnet ihr Kind erwartungsvoll den Mund, wenn der Löffel vom Teller abhebt bzw. Nahrung angeboten wird?
  • Kann ihr Baby mit Hilfe der Lippen Essen vom Löffel nehmen?
  • Ist Ihr Baby öfter nach Still- oder Flaschenmahlzeit noch hungrig?

Das sind Anzeichen, die u.a. die Reife für die Einführung der Beikost signalisieren können.

Achten Sie auf die Signale Ihres Babys. Es wird Ihnen deutlich zeigen, ab wann es zusätzliche Nährstoffe braucht, um satt und zufrieden zu sein.

Den richtigen Zeitpunkt für die Beikost verrät Ihnen Ihr Baby.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Baby reif für die Beikosteinführung ist, dann sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt.

Zufüttern von Beikost bedeutet nicht das Ende des Stillens. Auch wenn Ihr Baby mit dem Fläschchen gefüttert wird, sollte es bis zur Einführung des vollständigen Breis anschließend noch Muttermilch oder Säuglingsnahrung erhalten. Sind die ersten Schwierigkeiten überwunden, wird es von Tag zu Tag mehr essen. Schließlich ersetzt der Brei die Milchmahlzeit komplett.

 Wie Sie mit der Beikost beginnen und in welchen Schritten Sie Ihr Baby mit den verschiedenen Breien nach und nach an feste Nahrung gewöhnen, erfahren Sie hier.

Unser Aptawelt-Tipp

Eines ist ganz wichtig zu wissen: Füttern von Beikost ist nicht gleichzusetzen mit Abstillen bzw. dem vollständigen Verzicht auf Milchmahlzeiten. Neben den drei Breimahlzeiten behält Ihr Baby das ganze erste Lebensjahr die morgendliche Milchmahlzeit und oftmals eine weitere Milchmahlzeit am Abend bei.

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