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Die Verdauung Ihres Babys

Besonders in den ersten 3 Lebensmonaten sind Verdauungsprobleme beim Baby nichts Ungewöhnliches. Erfahren Sie mehr über den Stuhlgang Ihres Säuglings und welche Verdauungsbeschwerden auftreten können.


Der erste Stuhlgang, den ein Neugeborenes 1 bis 2 Tage nach der Geburt ausscheidet, nennt sich Mekonium. Eine grünlich-schwarze Masse, die stark an Teer erinnert und daher auch „Kindspech" genannt wird. Dieser Stuhl besteht aus allem, was sich noch im Mutterleib im Darm des Babys angesammelt hat. Ab jetzt wird er sich mit jeder Milchmahlzeit, die Ihr Kind erhält, weiter aufhellen.

In den folgenden Wochen haben Stillbabys meist nach jeder Mahlzeit Stuhlgang, denn ihr winziger Magen verdaut entsprechend schnell.

Bei vollgestillten Babys kann es also durchaus normal sein, wenn sie gar mehrere Tage hintereinander keinen Stuhlgang haben. Nur wenn Ihr Kind nicht gestillt wird, sollte es seinen Darm einmal pro Tag entleeren. Die Stuhlbeschaffenheit von Stillbabys ist eher breiig, von heller Farbe, der Geruch ist süßlich. Flaschenbabys scheiden häufig eine größere Menge Stuhl aus. Er ist fester, dunkler und riecht stärker.

Mit der Umstellung auf die Beikost verändert sich auch der Stuhl. Insgesamt wird seine Farbe dunkler und manche Lebensmittel sorgen für zusätzliche Farbe in der Windel. Zudem nimmt die Häufigkeit des Stuhlgangs ab und auch der Geruch beweist – die Zeiten des Milchstuhls sind vorüber.

Keine Sorge wenn der Stuhlgang mal ausbleibt

Wenn der Stuhlgang einmal auf sich warten lässt, muss das kein Anlass zur Sorge sein. Eine alte Hebammenregel besagt: Fünf Mal am Tag oder ein Mal alle fünf Tage.

Wenn die Verdauung Probleme bereitet

Während viele Organe bei der Geburt schon ausgereift sind, ist das Verdauungssystem des Babys noch nicht voll ausgebildet. Sein Magen-Darm-Trakt muss erst lernen, die Nahrung richtig zu verwerten. Durch die Unreife kann es immer wieder zu Störungen kommen, weil die Nahrung noch nicht im richtigen Takt durch den Darm wandert. Oder aber der Säugling verdaut bestimmte Nahrungsbestandteile nur ungenügend und so kann Gärung dann zu erheblicher Gasbildung in den unteren Darmabschnitten führen. Besprechen Sie sich sicherheitshalber mit Ihrem Kinderarzt, sobald Sie bei Ihrem Baby Verdauungsbeschwerden wie hier aufgeführt feststellen.

Von Blähungen spricht man, wenn es zur übermäßigen oder unangenehmen Ansammlung von Gasen im Verdauungskanal kommt. Bei allen Verdauungsprozessen spielen Gase aus unterschiedlichen Quellen eine Rolle. Zum Beispiel kann auch Luft in den Bauch gelangen, wenn Ihr Baby trinkt oder weint.

Manche Babys haben mit der Verdauung keine Schwierigkeiten, manche ein wenig und leiden gelegentlich an Bauchschmerzen, verursacht durch Blähungen – oder auch harten Stuhl.

Seltener, fester und trockener Stuhl, der Ihrem Baby beim Pressen offensichtlich Schmerzen bereitet, kann ein Anzeichen für Verstopfung sein. Auch ungewöhnlich langes Ausbleiben des Stuhlgangs über mehrere Tage, verbunden mit Schreien wegen Bauchschmerzen, weist deutlich auf eine Verstopfung hin.

Durchfall kommt beim vollgestillten Säugling eher selten vor. Sollte Ihr Kind jedoch mehr als 24 Stunden einen wässrigen Stuhl haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt, um eine Dehydrierung (Austrocknung) des Körpers zu vermeiden.

Spucken ist auf keinen Fall mit Erbrechen gleich zu setzen. Es werden hier nur kleine Nahrungsmengen ausgespuckt, und zwar ohne jegliche Beschwerden.

Experten-Empfehlungen, wie Sie Verdauungsbeschwerden Ihres Babys lindern können, lesen Sie hier.

Was sind Dreinmonatskoliken?

Manche Babys haben so starke Blähungen und Schmerzen, dass man von Koliken spricht. Koliken setzen vorwiegend in den ersten Lebenswochen ein, manchmal sogar direkt nach der Geburt, und können bis zu 3 Monate andauern, weshalb sie auch Dreimonatskoliken genannt werden.

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