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Welche Milchnahrung wann fürs Baby?

Stillen ist das Beste für ein Baby. Doch wenn Sie nicht Stillen können, kann das große Angebot von Säuglingsmilchnahrungen verwirren: Pre, 1er, 2er, 3er oder HA-Nahrung. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und unseren Produktfinder.


Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Die einzigartige Zusammensetzung der Muttermilch gibt ihm in den ersten Lebensmonaten alle Nährstoffe, die es für seine gesunde Entwicklung braucht. Aber was, wenn Sie nicht stillen können oder möchten? Die einzige Alternative ist in diesem Fall eine hochwertige Säuglingsmilchnahrung. Jede Stufe ist das Ergebnis langjähriger Forschung und orientiert sich am altersgerechten Nährstoffbedarf von Babys ab der Geburt bis zum Ende des 1. Lebensjahres.

Bezeichnung/ 

Stufe

Wann?
Eigenschaften
    SÄUGLINGSANFANGSNAHRUNG
PRE
Von Geburt an
Die Pre-Nahrung kommt der Muttermilch am nächsten. Sie ist dünnflüssig und enthält als einziges Kohlenhydrat Milchzucker (Lactose). Ihr Eiweißgehalt ist niedrig und sie ist besonders gut verdaulich. Pre-Nahrungen eignen sich bis zum Ende des Flaschenalters. Sie sind geeignet zum Zufüttern, wenn nicht ausreichend gestillt werden kann (Zwiemilchernährung), und zur Fütterung nach Bedarf des Babys (ad libitum).
1   Säuglingsnahrung mit dem Zusatz 1 enthält in der Regel neben Milchzucker noch Stärke. Sie ist sämiger als Pre-Milch und sättigt Ihr Baby länger. 1er-Milchnahrung kann ebenfalls von Geburt an gegeben bzw. zugefüttert werden oder im Anschluss an eine Pre-Nahrung. Sie eignet sich für die Ernährung Ihres Säuglings bis zum Ende des Flaschenalters.
    FOLGENAHRUNG
2 nach dem 6. Monat
Folgenahrungen der Stufe 2 sind Milchnahrungen, die in ihrer Zusammensetzung auf das Beikostalter abgestimmt sind. Folgenahrungen sollten frühestens ab dem 7. Monat gefüttert werden und eignen sich bis zum Ende des Flaschenalters. Sie sind nicht zwingend notwendig, können aber bei Bedarf zur Beikost zugefüttert werden, wenn Ihr Baby von der 1er-Nahrung nicht mehr satt wird. Sie ist häufig sämiger und etwas energiereicher und damit altersgerecht sättigend.
3 ab dem 10. Monat
Folgenahrungen mit dem Zusatz 3 sind für die Ernährung von Säuglingen ab dem 10. Monat im Anschluss an eine 2er-Nahrung bestimmt. Ihr Stärke-, Nährstoff- und Energiegehalt ist höher als der einer 2er-Nahrung, wodurch eine längere Sättigung erreicht wird. Nahrungen der Stufe 3 sind ab dem 10. Monat als Bestandteil eines alterstypischen Speiseplans möglich.
HA-Anfangs-
nahrung

bei Allergien ab der Geburt
HA-Anfangsnahrungen zeichnen sich durch allergenarmes Eiweiß aus. Dieses Eiweiß wird durch einen besonderen Prozess in kleine Bausteine gespalten  (hydrolysiert) und verliert so weitestgehend seine allergieauslösende Wirkung.
HA-Nahrungen werden in den ersten 6 Monaten empfohlen wenn nicht ausschließlich gestillt wird und ein Baby aus einer Allergikerfamilie kommt – d.h., wenn mindestens ein Eltern- oder Geschwisterteil an einer Allergie leidet.
HA-Folge-nahrung
bei Allergien nach dem 6. Monat
Wenn Ihr Baby bisher eine HA-Nahrung erhalten hat, können Sie ihm nach dem 6. Monat eine HA-Folgenahrung mit schonend aufgespaltenem (hydrolysiertem) Eiweiß geben.

Der Produktfinder unterstützt Sie dabei, unter den Anfangs- und Folgenahrungen die richtige für Ihr Baby auszusuchen.

Wann sollte auf die nächste Stufe umgestellt werden?

Pre- oder 1er-Nahrungen sind zur Fütterung ab der Geburt und für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. Anfangsnahrung der Stufe 1 ist in der Regel ein wenig sämiger und sättigender, kalorisch aber gleich oder fast gleich.

Ein Umstieg auf eine mit dem Zusatz 2 gekennzeichnete Folgenahrung wird erst nach Abschluss des 6. Lebensmonats im Rahmen einer gemischten Ernährung mit Beikost empfohlen. 3er-Nahrungen sind  ideal für Babys ab dem 10. Monat, die von der 2er-Folgemilch nicht mehr richtig satt werden.

Folgende Anzeichen sind möglich:

  • Trinkt Ihr Baby pro Mahlzeit mehr als 240 Milliliter Pre-Nahrung oder 1 ganzes Fläschchen mit         Nahrung der 1er-Stufe?
  • Wirkt es zufrieden nach der Flasche oder schaut es noch gierig nach mehr?
  • Hält die Sättigung durch die Mahlzeit nur kurz an?
  • Verlangt Ihr Baby auch nachts noch häufig nach einem Fläschchen?

Es ist möglich, dass Ihr Baby dann „reif" für eine sättigendere Säuglingsmilchnahrung der nächsten Stufe ist. Teilen Sie Ihre Beobachtungen aber auf alle Fälle Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme mit. Besonders wenn Ihr Kind an Gewicht verliert oder die Gefahr des „Dauertrinkens" besteht. Denn „Dauertrinken" kann auf längere Sicht nicht nur Zeit und Geduld der Eltern strapazieren, sondern auch Magen, Darm und Nieren Ihres Babys.

Verdauung beobachten, Veränderungen sind normal

Der Stuhl Ihres Babys wird in den ersten Monaten nach seiner Geburt einige Veränderungen durchmachen. Farbe, Konsistenz und Häufigkeit der Stuhlentleerung können immer wieder wechseln. Das liegt daran, dass der Magen-Darm-Trakt in diesen ersten Monaten noch ausreift. Veränderungen sind daher auch zu erwarten, wenn Sie vom Stillen zum Fläschchen übergehen: Der Stuhlgang Ihres Babys könnte eine etwas festere und „pastigere" Konsistenz bekommen. Auch die Farbe kann plötzlich anders sein – kein Grund zur Beunruhigung. An Ihren Kinderarzt sollten Sie sich wenden, wenn der Stuhl Ihres Babys plötzlich hart oder sehr trocken ist, wenn es unter Durchfall leidet oder Sie Spuren von Blut, Schleim oder Wasser im Stuhl finden.

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