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Es gibt so viele, die einfach viel zu früh dran sind

Immer mehr Babys können einfach nicht warten bis zum errechneten Geburtstermin. Hier finden Sie Informationen und Wissenswertes, wenn Sie gerade Eltern eines Frühchens geworden sind oder wenn Ihr Baby wahrscheinlich zu früh zur Welt kommen wird.


Von Frühgeborenen spricht man, wenn Babys vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche oder mit weniger als 2.500 g geboren werden. Weltweit sind heutzutage über 10 % aller Geburten Frühgeburten – mit steigender Tendenz – und in Deutschland gibt es jährlich etwa 45.000 Frühgeborene. 9.000 dieser kleinen Frühstarter wiegen weniger als 1.800 g und davon wiederum 3.500 sogar weniger als 1.000 g.

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Gute Aussichten für die Zukunft

Dank vieler Fortschritte in der Neonatologie, der Frühgeborenenmedizin, haben die allermeisten Frühchen heute sehr gute Chancen. Selbst eine Geburt in der 23. Schwangerschaftswoche ist nicht mehr zwangsläufig lebensbedrohlich. Natürlich braucht jedes Frühchen eine Phase des Aufholwachstums, die bei jedem unterschiedlich lang dauern kann und davon abhängig ist, wie viel früher das Baby zur Welt kam. Frühgeborene hatten im Mutterleib zu wenig Zeit für wichtige Entwicklungsschritte und haben daher in den ersten Lebenswochen mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. Selbst zu atmen und zu verdauuen sind große Herausforderungen für die noch unreifen kleinen Menschen. Auch ihre Körpertemperatur können sie noch nicht selbst regulieren.

Um die Frühchen zu unterstützen, gehen in den spezialisierten Kliniken dabei intensivmedizinische Betreuung und sanfte Medizin wie die Methode des Känguruhens Hand in Hand. Darüber können Sie im nächsten Artikel in dieser Rubrik mehr lesen. Mit den entsprechenden Maßnahmen entwickelt sich der größte Teil aller Frühgeborenen gesund, nur eben außerhalb des Mutterleibs – und das ist ohne Frage ein viel schwierigerer Start.

Ein Auf und Ab der Gefühle

Das ist und klingt beruhigend – doch die Gefühle, die eine Frühchenmutter oder einen Frühchenvater überwältigen, gerade, wenn sie ihr zerbrechliches, kleines Baby zum ersten Mal in einem Brutkasten sehen, sind oft stärker als die rationalen Argumente. Außerdem ist jede Situation individuell ganz verschieden. In mancher Schwangerschaft hat sich die zu frühe Geburt über Tage oder gar Wochen angekündigt, so dass sich die werdenen Eltern zumindest ein wenig mit dem Gedanken, bald ein Frühchen zu bekommen, vertraut machen konnten. Oft ist eine Frühgeburt aber auch ein plötzliches Ereignis und die Eltern fühlen sich anfangs mehr als hilflos. In jedem Fall ist die Belastung für die Eltern extrem. Glücksgefühle und Ängste werden sich in den ersten Lebenswochen des kleinen Frühstarters immer wieder abwechseln.

Unser Aptawelt-Tipp

Wichtig ist, nicht zu zweifeln oder zu verzweifeln – die Ärzte und das Stationsteam in den Kliniken sind sehr kompetent und erleben diese Situation ja Tag für Tag. Sie werden Ihnen und Ihrem Frühchen helfen, darauf dürfen Sie vertrauen. Seien Sie zuversichtlich in dieser herausfordernden Zeit!

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