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Ernährung für ein gesundes Immunsystem

Die Ernährung in den ersten 1.000 Tagen hat einen großen Einfluss auf die langfristige Gesundheit Ihres Kindes. Denn in diesem Zeitfenster kann sie als einer von vielen wichtigen Faktoren die rasante Entwicklung und so auch zentrale Elemente des Organismus wie z. B. das Immunsystem fördern. Nehmen Sie die gesunde Zukunft Ihres Babys selbst in die Hand und lesen Sie hier, wie Sie den Aufbau des Immunsystems unterstützen können.


Das Immunsystem Ihres Babys muss nach der Geburt erst noch heranreifen, bevor es effektiv seine Funktion aufnehmen und Krankheiten bekämpfen kann. So finden im 1. Lebensjahr wichtige immunologische Reifungsvorgänge statt. Zum Beispiel bestimmen schon die Art der Geburt (ob vaginal oder Kaiserschnitt) und die Ernährung im ersten Lebensjahr, welche Bakterien den Darm besiedeln. Der Darm hat neben seiner Verdauungsfunktion eine ganz zentrale Rolle für das Immunsystem. Den Aufbau eines starken Immunsystems können Sie also mit einer gesunden Ernährung im ersten Lebensjahr fördern.

Wussten Sie?

Wussten Sie, dass unsere Gene einen weitaus geringeren Einfluss auf die langfristige Gesundheit Ihres Kindes haben als äußere Faktoren? Die frühkindliche Ernährung (von Beginn der Schwangerschaft bis etwa zum Alter von 2 Jahren) spielt dabei als einer dieser Faktoren eine Schlüsselrolle.

Muttermilch: alles für ein gut funktionierendes Immunsystem

Die Inhaltsstoffe in der Muttermilch schützen Ihr Baby vor Infektionen, wirken positiv auf die Ausbildung des Abwehrsystems und beugen sogar Allergien vor.

Mit ihrer einzigartigen Zusammensetzung ist sie die perfekte Nahrung für Ihr Baby. In der ersten Zeit leistet vor allem die Vormilch (das Kolostrum) einen wichtigen Beitrag für den Aufbau des Immunsystems: Sie enthält mütterliche Antikörper, eine Fülle an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen sowie sogenannte „Fresszellen", die Bakterien und Pilze abtöten können.

Außerdem dienen prebiotische Ballaststoffe in der Muttermilch (Prebiotika) den guten Bakterien im Darm als „Futter" und verdrängen so unerwünschte Keime. Um diesen Vorteil auch flaschenernährten Babys zu bieten, gelang  es Forschern, die positiven Effekte der Prebiotika nachzuahmen.

 

Beikost

Der immunschützende Einfluss der Muttermilch nimmt sukzessive ab, während sich das eigene Immunsystem Ihres Babys langsam aufbaut. Neben Muttermilch ist spätestens nach dem 7. Lebensmonat eine Beikost mit reichlich Vitaminen und Spurenelementen wichtig für Ihr Baby.

Besonders frisches Obst und Gemüse machen das Immunsystem Ihres Kindes stark. Vitamin C hilft dem Körper, Infekte abzuwehren, indem es die Abwehrkräfte stimuliert und die Immunzellen schützt. Hilfreich für eine gesunde Abwehr sind daneben das Vitamin A in Möhren und Milch und das Vitamin E, das z. B. in Getreidekeimen und Pflanzenölen vorkommt.

Wichtige Spurenelemente fürs Immunsystem sind Eisen, Zink und Selen. Insbesondere der Eisenbedarf kann nach dem 6. Monat nicht mehr ausschließlich von der Muttermilch gedeckt werden. Ein Eisenmangel senkt die Zahl der Lymphozyten und der Abwehrzellen des Immunsystems, außerdem reduziert er die Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen). Deshalb sollte die Beikost viel Eisen enthalten. Es steckt vor allem in Fleisch, aber auch in Getreide wie Hirse oder Roter Bete, Brokkoli und in Hülsenfrüchten.

 

Muttermilch ist weiterhin ein wichtiges Nahrungsmittel

Ihre Nährstoffe sind für das Immunsystem Ihres Kindes von großer Bedeutung.

Zink stärkt das Immunsystem, indem es die Haut und die Schleimhäute zu einer Schutzbarriere gegen Krankheitserreger macht. Darüber hinaus regt Selen die Produktion von Antikörpern an. Zink ist beispielsweise in Fleisch, enthalten. Garnelen und Sardinen enthalten viel Selen, aber auch Paranüsse, Eigelb, getrocknete Sojabohnen und Steinpilze sind gute Selenlieferanten.

Damit sich das Immunsystem langsam an die neuen Nährstoffe und Eiweiße gewöhnen kann, sollten Sie Ihrem Baby mit Beginn der ersten Breimahlzeit zunächst nur ein neues Lebensmittel pro Woche geben: Zum Beispiel in der ersten Woche nur Möhre, dann Möhre und Kartoffel, später darf auch Fleisch darunter gemischt werden.

Mit Ausweitung der Ernährung mit zunehmendem Alter diversifiziert sich dann die mikrobielle Zusammensetzung im Darm und auch die zunehmende Interaktion mit der Umwelt stimuliert das Immunsystem weiter.

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