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So schulen Impfungen das Immunsystem

Das immunologische Gedächtnis sorgt dafür, dass die körpereigene Abwehr bereits bekannte Erreger mit den richtigen Mitteln bekämpft. Diesen Vorgang macht sich die Medizin bei einer Impfung zu Eigen.


Impfungen sind Teil einer aktiven Gesundheitsvorsorge. Sie wirken präventiv, weil sie langfristig gegen bestimmte Erreger immun machen und es somit erst gar nicht zu einer Erkrankung kommt. Bei einer Impfung wird Ihr Baby per Spritze oder Schluckimpfung mit abgetöteten oder abgeschwächten Krankheitserregern konfrontiert. Diese lösen die eigentliche Erkrankung aber nicht aus, sondern täuschen lediglich eine Infektion vor. So lernt das Immunsystem die passenden Antikörper zu bilden und das immunologische Gedächtnis kann sich für die Zukunft merken, welche Abwehrreaktion bei Eindringen dieser speziellen Erreger die wirksamste ist.

In Deutschland empfiehlt ein unabhängiges Experten-Gremium, die Ständige Impfkommission (STIKO), welche Impfungen in welchem Lebensalter sinnvoll sind, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Ob Ihr Baby geimpft wird oder nicht, entscheiden Sie als Eltern jedoch ganz allein. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie den Empfehlungen der STIKO folgen sollen, besprechen Sie sich am besten mit einem impfkritischen Arzt und treffen danach Ihre Entscheidung.

Offiziell empfohlene Impfungen im ersten Lebensjahr

Geimpft wird heute vor allem gegen schwere Erkrankungen bzw. gegen solche, die schwerwiegende gesundheitliche Schäden anrichten können. Die Ständige Impfkommission in Deutschland (STIKO) empfiehlt gesunden Babys ab einem Alter von 3 Monaten die erste Teilimpfung gegen

  • Diphtherie (ansteckende Infektionskrankheit der oberen Atemwege)
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Hib Haemophilus influenzae Typ b (Grippe)
  • Hepatitis B (Infektionskrankheit der Leber, die chronisch werden kann)
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Pneumokokken (verursacht schwere Hirnhaut-, Lungen- oder Mittelohrentzündungen)
  • und Rotaviren (häufigste Ursache für schwere Durchfallerkrankungen)

Die erste Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Windpocken) findet ab dem 12. Monat statt. Gegen Meningokokken C (Hirnhautentzündung) wird ab dem 13. Monat geimpft.

Meist sind mehrere Impfungen notwendig, bis ein umfassender Schutz erreicht ist. Die STIKO rät daher, auf Kombinationsimpfstoffe zurückzugreifen, um die Anzahl der Injektionen sowie die Menge der Impfinhaltsstoffe so gering wie möglich zu halten. Übrigens: Alle von der STIKO empfohlenen Impfungen für Kinder werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen*.

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