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Machen Sie sich stark fürs Stillen

Mit Muttermilch geben Sie Ihrem Baby das Beste für eine gesunde Zukunft – heute für morgen. Wer stillt, braucht jedoch gute Nährstoffreserven. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung.


So bleiben Ihre Nährstoffdepots gefüllt

Mit jedem Schluck Muttermilch bekommt Ihr Baby die optimale Nahrung für sein Wachstum und seine gesunde Entwicklung – ideal angepasst an die momentanen Bedürfnisse in der jeweiligen Lebensphase. Dafür nutzt Ihr Körper seine eigenen Nährstoffdepots sowie die Nährstoffe, die Sie über die Ernährung aufnehmen. Deshalb brauchen Sie im Vergleich zu Müttern, die nicht stillen, deutlich mehr an bestimmten Nährstoffen wie Vitamine und Mineralstoffe. Beispielsweise ist Ihr Jodbedarf um 30 Prozent erhöht, der Eisenbedarf um 33 Prozent, der Folsäurebedarf um 50 Prozent und der Zinkbedarf um 57 Prozent:

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Der Mehrbedarf stillender Mütter nach den DACH-Referenzwerten (2015)
2 Liter Wasser täglich sind das Minimum.

Genießen Sie daher eine abwechslungsreiche, möglichst ausgewogene Ernährung. Was heißt das? Im Prinzip das Altbekannte: Viel frisches Obst und Gemüse, vollwertige Getreideprodukte und Kartoffeln, gelegentlich fettarmes Fleisch, fettreichen Fisch und Milchprodukte. Fett und Süßigkeiten sollten Sie besser reduzieren, Fertigprodukte möglichst ganz vom Speiseplan streichen.

Auch Ihr Flüssigkeitsbedarf erhöht sich durch das Stillen. Trinken Sie daher mindestens 2 Liter täglich. Besonders geeignet sind stilles Mineralwasser, säurearme Fruchtsäfte und Fruchtsaftschorlen sowie milde Tees. Trinken Sie jedoch nur gelegentlich Tee mit Salbei, Melisse und Pfefferminze, da sie die Milchbildung hemmen.

Was verträgt mein Baby nicht?

Grundsätzlich ist die Stillzeit keine Zeit des Verzichts. Erlaubt ist, was Ihnen schmeckt! Lediglich Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten sollten jetzt wirklich tabu sein. Denn Nikotin und Alkohol gehen in hohen Dosen in die Muttermilch über und gefährden so die Entwicklung Ihres Babys. Gegen einen Kaffee oder Schwarztee ist nichts einzuwenden – außer Ihr Baby wird davon unruhig oder gar schlaflos. Trinken Sie Ihren Kaffee aber besser nach dem Stillen als direkt davor. So kann sich das Koffein bis zur nächsten Stillmahlzeit abbauen.

Ihrem Baby zuliebe sollten Sie einen Speiseplan aufstellen, den es gut verträgt. Oft gehört ein bisschen Ausprobieren dazu. Gemüsesorten wie Möhren, Fenchel und Spinat, aber auch Obstsorten wie Apfel und Banane sind meist unproblematisch. Hingegen verursachen Knoblauch, Zwiebeln und Kohlgemüse bei vielen Babys unangenehme Blähungen. Isst die stillende Mutter viele Zitrusfrüchte, kann das schon mal einen wunden Babypo zur Folge haben. Viele Babys reagieren aber auch gar nicht auf Orangensaft und Co. Oft gehört ein bisschen Ausprobieren dazu.

Ist aktives Abnehmen in der Stillzeit sinnvoll?

Nein, von Reduktionsdiäten während der Stillzeit sollten Sie bitte eindeutig Abstand nehmen. Führen Sie langfristig zu wenig Energie zu und verlieren Sie zu viel Gewicht, kann sich dies negativ auf die Milchbildung auswirken. Darüber hinaus würden Sie durch einen eingeschränkten Speiseplan zu wenig wichtige Nährstoffe aufnehmen, die Sie selbst jetzt in der Stillzeit in höherer Dosierung als gewöhnlich benötigen. Damit Sie vital bleiben, müssen Ihre Nährstoffdepots jetzt gut gefüllt sein. Oft nehmen stillende Mütter ohnehin langsam und ganz natürlich ab, denn sie brauchen zur Milchbildung täglich ca. 500 bis 600 Kalorien mehr.

Wichtig ist: Essen Sie, wenn Sie Hunger verspüren und ernähren Sie sich gesund. Und erlauben Sie sich, zu genießen. Akzeptieren Sie die eine oder andere mütterliche Rundung, Ihre Wunschfigur kommt wieder – vielleicht nur ein klein wenig langsamer als erhofft.

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