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Schwierigkeiten beim Stillen müssen kein Hindernis sein

Zu viel Milch. Zu wenig Milch. Milchstau. Wunde Brustwarzen. Stillprobleme können Sie oft mit einfachen Mitteln oder der Hilfe Ihrer Hebamme lösen. Lassen Sie sich also nicht entmutigen.


Zu wenig Milch

Wenn Ihr Kind beim Stillen nicht satt zu werden scheint, quengelt und schon kurze Zeit nach dem Stillen wieder nach der Brust verlangt, macht es wahrscheinlich gerade einen Wachstumsschub durch. Sehr regelmäßiges Anlegen – manchmal in Abständen von einer Stunde oder gar noch weniger – und das Wechseln der Stillpositionen helfen dann, die Milchbildung anzuregen. Nach wenigen Tagen und Nächten intensiven Stillens hat sich Ihre Brust in der Regel auf die gesteigerte Nachfrage Ihres Babys eingestellt.

Gut für die Milchproduktion:

Achten Sie auf Ihr eigenes Bedürfnis nach Ruhe, Entspannung, guter Ernährung und genügend Flüssigkeit.

Zu viel Milch

Auch zu viel Milch kann für Sie und Ihr Baby eine Herausforderung sein – hier empfiehlt es sich, zu jeder Milchmahlzeit nur an eine Brust anzulegen und die andere Seite allein durch leichtes Ausstreichen vom Druck zu entlasten. Abpumpen sollten Sie nicht, das würde die Milchproduktion noch unterstützen.

Das Phänomen „Milchüberproduktion" beobachten viele Mütter übrigens nach einem Wachstumsschub, denn innerhalb dieser Zeit hat das Baby deutlichen Mehrbedarf signalisiert. Nun muss sich alles erst wieder auf die in der nächsten Zeit benötigte Milchmenge anpassen. Sie können auch gelegentlich eine Tasse Salbei-, Melissen- oder Pfefferminztee trinken, diese hemmen die Milchbildung.

Milchstau

Bei einem Milchstau verbleibt Muttermilch in den Milchkanälen. Dies können Sie oft an kleinen, tastbaren Knoten erkennen. Das kann  nicht nur schmerzhaft, sondern auch der erste Schritt zu einer Brustentzündung sein. Deshalb sollten Sie die Milch  zum Abfließen bringen: Legen Sie Ihr Kind zu Beginn einer Mahlzeit zuerst an der schmerzhaften Brust an – und zwar so, dass sein Kinn und damit seine Zunge auf die gestaute Stelle gerichtet ist. Streichen Sie die gestaute Stelle, während Ihr Baby saugt, zur Brustwarze hin sanft aus. Sie können die Milch auch ausstreichen, nachdem Sie die Brust erwärmt haben – zum Beispiel während einer heißen Dusche. 

Wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen heilen in der Regel recht schnell wieder. Sie sind meist die Folge, wenn Ihr Baby nur an der Brustwarze, nicht aber zumindest an einem Teil des Warzenhofs saugt. 

Viele Frauen schwören bei entzündeten Brustwarzen auf Heilmittel wie Echinacea, Lecithin und Vitamin C.

Um gereizte Brustwarzen zu beruhigen oder ihnen vorzubeugen, hilft eine Muttermilch-Luft-Therapie: Streichen Sie diese am besten mit ein paar Tropfen Muttermilch ein, die sie auf der Brust an der Luft trocknen lassen. Die heilenden Inhaltsstoffe der Muttermilch lindern die Beschwerden oft recht schnell.

Hebammen empfehlen auch einfache Mittel wie täglich einen Löffel Lezithin oder Echinacea und viel Vitamin C. Das Einstreichen der Brustwarzen mit Lanolin oder Wollfett oder Wolle-Seide-Stilleinlagen wirken ebenfalls lindernd. Alternativ können Sie Heilwolle in Ihren Still-BH legen. Auch ein Beutel Schwarztee - kurz in heißem Wasser gezogen, abgekühlt und ausgedrückt - kann helfen.

Sollten die Schmerzen trotz der oben genannten Tipps nicht besser werden, so nehmen Sie die Hilfe einer Hebamme in Anspruch und sprechen Sie mit einer Stillberaterin oder Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin. Dasselbe gilt, wenn bei Ihnen ernsthafte Symptome einer Brustentzündung (Mastitis), wie Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl, auftreten.

Das richtige Anlegen

Richtiges Anlegen schützt vor wunden Brustwarzen. Ihr Baby sollte mit dem Mund nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen Teil des Warzenhofs umschließen.

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