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Ihre 12. Schwangerschaftswoche

Ihr Körper in der 12. Schwangerschaftswoche

Willkommen in der 12. Schwangerschaftswoche! Die letzte Woche des ersten Trimesters ist der Zeitpunkt, an dem das Risiko einer Fehlgeburt rapide sinkt und die schlimmste Zeit der Schwangersschaftsübelkeit endlich überstanden sein sollte. Auch die ständige Müdigkeit, über die Schwangere oft klagen, sollte sich jetzt langsam aber sicher verabschieden.

Kein Wunder also, dass vielen Frauen nun gesagt wird, dass ihnen die Schwangerschaft besonders gut steht oder sie aufgeblüht sind. Dies liegt allerdings vor allem an Wassereinlagerungen, die dafür sorgen, dass unsere Haut jetzt besonders glatt und rosig aussieht.

Die hormonelle Umstellung Ihres Körpers kann leider aber auch zu trockener Haut und Schwangerschaftsakne führen. Gute Hautpflege ist jetzt besonders wichtig! Da sich ihr Bauch in den nächsten Wochen vermehrt dehnen wird, sollten sie jetzt damit anfangen, diesen täglich einzuölen oder einzucremen. Dies gibt ihnen nicht nur Zeit zur Entspannung, sondern kann auch der Bildung von Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

Ihre Lieblingsbluse spannt mittlerweile nicht nur am Busen, sondern kneift auch am Hals? Das liegt an der Schilddrüse, die im Zuge der Hormonumstellung größer und aktiver geworden ist. Das kann auch der Grund sein, warum Sie in letzter Zeit vielleicht etwas gereizter sind als üblich. Versuchen Sie sich regelmäßig zu entspannen!

Da die Schilddrüse Ihres Babys nun auch ihre Arbeit aufnimmt und Ihrem Körper wichtiges Jod entzieht, sollten Sie zusätzliches Jod aufnehmen, sofern Ihr täglicher Bedarf nicht mit der Nahrung gedeckt wird. Dazu helfen Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente. Dieser Schritt sollte allerdings unbedingt mit Ihrem Frauenarzt besprochen werden. 

Ihr Baby in der 12. Schwangerschaftswoche

Ihr Baby kann nun gähnen und beginnt Fruchtwasser zu trinken. Das sorgt dafür, dass Ihr Nachwuchs häufiger einmal Schluckauf bekommt. Noch bekommen Sie davon nicht viel mit, aber schon in einigen Wochen werden Sie es spüren, wenn Ihr Sprößling  einen Hickser hat.

Das Gähnen und Trinken des Fruchtwassers ist für Ihr Baby übrigens vollkommen ungefährlich. Im Gegenteil, beides sind wichtige Atemübungen, welche die Entwicklung von Lunge und Zwerchfall fördern.

Unser Aptawelt-Tipp

Starker Harndrang, der durch den fortwährenden Austausch des Fruchtwassers bedingt ist, wird nicht selten von Verstopfungen begleitet. Denn wenn sich der Hormonhaushalt umstellt, verringert sich die Darmtätigkeit. Ballaststoffe – z. B. aus getrockneten Früchten – und viel Flüssigkeit bringen den Darm aber wieder in Schwung.

Nicht vergessen!

Es ist Zeit für die 2. Vorsorgeuntersuchung. Vergessen Sie Ihren Mutterpass nicht. Im Mutterpass wird der Verlauf ihrer Schwangerschaft dokumentiert, und er enthält somit alle wichtigen Informationen für Ärzte und Hebammen!

Omega 3 und 6 – Gute Fette für Ihr Baby

Ihre Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht nur extrem wichtig für Ihr Wohlbefinden, sondern vor allem für die körperliche und geistige Entwicklung Ihres Babys. Während Vitamine und Mineralstoffe den Meisten bekannt sind, geraten mit Omega 3 und Omega 6 zwei gesunde und mehrfach gesättigte Fette, die vor allem die Bildung von Gehirn und Augen sowie das Herz, Immunsystem und die Blutgerinnung unterstützen, oftmals in Vergessenheit.  Werdende Mütter sollten während der Schwangerschaft täglich zusäzlich zur empfohlenen Tagesmenge von 250mg Omega-3-Fettsäuren (Docosahexaensäure, kurz DHA) weitere 200mg DHA zu sich nehmen, da die Plazenta pro Tag etwa 60mg an das ungeborene Baby abgibt. So unterstützen Sie nicht nur die Entwicklung Ihres Kindes, sondern verringern Studien zu Folge auch das Risiko von antenataler und postnataler Depression.

Wieviel Omega 3 und Omega 6 benötigt der Körper in der Schwangerschaft?

Omega 3 Fettsäuren befinden sich vor allem in Thunfisch, Lachs, Makrele, Hering und Schalentieren. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren kommen in Pflanzenölen wie Lein-, Raps- und Walnussöl vor. Diese sind allerdings nicht so effektiv wie tierische Öle, daher sollten Vegetarierer und Veganer bei Mangelerscheinungen auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, um die ausreichende Versorgung des Körpers und des Babys zu gewährleisten.  Die genaue Dosis sollten Sie jedoch mit Ihrem Arzt besprechen. Fischesser sollten pro Tag etwa 30g Fisch zu sich nehmen. Das entspricht etwa 2 Fischgerichten pro Woche. Omega-6-Fette sind sehr viel weiter verbreitet als Omega-3-Fette und kommen vor allem in Geflügel, Eiern, Nüssen, Pflanzenölen, Getreideprodukten und Hartweizen vor. Meistens nehmen wir diese ganz unbewusst in ausreichender Menge zu uns, weshalb nur die wenigstens auf Omega-6-Tabletten angewiesen sind.

Schwangerschaft ist keine Krankheit – genießen Sie das Leben

Schwangerschaft ist keine Krankheit. Wenngleich Sie bei einigen Aktivitäten etwas Vorsicht walten lassen sollten, gilt dennoch: erlaubt ist, was gefällt!

Sie sind Sportliebhaber? Super, denn auch in der Schwangerschaft darf sich bewegt werden! Ein fitter Körper garantiert nicht nur die optimale Versorgung Ihres Kindes, sondern bereitet Sie auch auf die anstrengende Geburt vor. Risikosportarten verbietet der gesunde Menschenverstand, allerdings ist gegen leichtes Joggen, Schwimmen oder auch Aerobic und Tanzen nichts einzuwenden. Wichtig ist nur, dass sie auf Ihren Körper hören und sich nicht übernehmen.

Die Globetrotter unter den werdenden Müttern können ihrem Lieblingshobby ohne Probleme noch bis zur 35. Schwangerschaftswoche nachgehen. Manche Fluggesellschaften verlangen allerdings in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ein Attest, dass die Unbedenklichkeit Ihrer Reise bestätigt. Reiseziele mit hoher Infektionsgefahr sollten Sie allerdings ebenso meiden wie zu heiße Regionen. Achten Sie außerdem vor allem auf Langstreckenflügen darauf, sich öfter mal die Beine zu vertreten und Thrombosestrümpfe zu tragen. In der Schwangerschaft sind Sie nämlich besonders Thrombose gefährdet. Auch Ihren Flüssigkeitshaushalt sollten Sie auf Reisen im Auge behalten und dass exotisches Essen auf Straßenmärkten Tabu ist, wissen Sie wahrscheinlich von selbst. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie gewisse Reiseziele meiden sollten, sprechen Sie sicherheitshalber mit ihrem Arzt über Ihre Bedenken. Die meisten europäischen Länder und Industrienationen sollten allerdings kein Problem sein!

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