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Die wichtigsten Nährstoffe in der Schwangerschaft

Mit der Schwangerschaft steigt Ihr Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Sind diese auch nur in kleinen Mengen in Lebensmitteln enthalten – ihre Bedeutung ist doch enorm.


„Mikro" bedeutet „klein". Und so nennt man Nährstoffe, die in ganz kleinen Mengen in Lebensmitteln vorkommen, auch Mikronährstoffe. Gemessen werden sie in Milligramm (mg) oder Mikrogramm (µg = ein Tausendstel von 1 Milligramm). Trotz ihres geringen Vorkommens spielen sie eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Mutter und Kind.

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Folsäure wird auch als „Schwangerschaftsvitamin" bezeichnet. Dieses B-Vitamin ist entscheidend am Energiestoffwechsel, der Zellteilung und der Zellneubildung und somit am Aufbau von Gewebe beteiligt. Eine ausreichende Versorgung von mindestens 400 Mikrogramm/Tag – insbesondere in den ersten Schwangerschaftswochen – ist deshalb besonders wichtig und kann das Risiko von Schäden beim Baby verringern. Folsäure ist zwar in der Nahrung enthalten (z. B. in Spinat, Spargel, Eigelb oder Vollkornbrot), da sich der Bedarf bei Kinderwunsch und Schwangerschaft jedoch verdoppelt, wird Ihr Arzt Ihnen sicherheitshalber ein Folsäure-Präparat verschreiben.

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Eisen sorgt im Körper für einen reibungslosen Sauerstofftransport im Blut. Aufgrund des kindlichen Kreislaufs, für den nun Blut bereitgestellt wird, steigt das Blutvolumen der Schwangeren – das bedeutet auch einen höheren Eisenbedarf. Dieser steigt in der Schwangerschaft von 15 auf 30 Mikrogramm. Da Eisen aus tierischen Lebensmitteln wesentlich besser aufgenommen werden kann als aus pflanzlichen, sind fettarmes Fleisch und magerer gekochter Schinken wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft.

Tipp

Wussten Sie, dass Sie die Eisen-Aufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln (z. B. Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten) verbessern können, wenn gleichzeitig Vitamin C zugeführt wird? Trinken Sie zum Frühstück am besten ein Glas Orangensaft zu Vollkorn-Müsli oder Vollkornbrot. Vitamin C aus Kartoffeln verbessert die Eisenaufnahme aus grünem Blattgemüse.

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Jod ist ein essenzielles Spurenelement, das zur Produktion von Schilddrüsenhormonen der Mutter benötigt wird. Diese sind an der Regulation von wichtigen Energiestoffwechselprozessen beteiligt und unterstützen so die Entwicklung des zentralen Nervensystems. Der Jodbedarf ist in der Schwangerschaft erhöht. Versuchen Sie daher, bis zum Ende der Schwangerschaft regelmäßig 1 bis 2 Fischmahlzeiten pro Woche einzuplanen. Gute Jodquellen sind alle Meeres-Fische, wie z. B. Seelachs oder Kabeljau. Der Salzkonsum sollte jedoch während der Schwangerschaft nicht erhöht werden.

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Mit 1 bis 2 Fischmahlzeiten pro Woche wandern ganz nebenbei auch wertvolle langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCP) in den Magen. Die Wissenschaft schreibt diesen Fettsäuren seit einiger Zeit besondere Bedeutung zu, vor allem in den letzten Schwangerschaftsmonaten. Sie sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und des Sehvermögens des Babys. Besonders reich an diesen LCPs sind naturgemäß Fettfische wie z. B. Lachs, Hering und Makrele.

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Kalzium ist wichtig für den Aufbau des kindlichen Skeletts. Für die Ernährung in der Schwangerschaft wird zwar nicht mehr Kalzium benötigt, Untersuchungen haben aber gezeigt, dass es quer durch alle Bevölkerungsschichten zu kurz kommt. Da fehlendes Kalzium für das Baby aus Ihren Knochen bereitgestellt wird, empfiehlt es sich, nun verstärkt zu fettarmer Milch und Milchprodukten zu greifen. Einen Beitrag zur Bedarfsdeckung kann auch kalziumreiches Mineralwasser (> 150 mg/l) leisten.

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