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Praktische Tipps bei Übelkeit und Erbrechen

Vielen Frauen ist gerade in der Anfangszeit häufig schlecht. Das ist nervig, aber kein Grund zum Verzweifeln, denn nach den ersten 4 Monaten bessert sich dies meist wieder. Bis dahin können Sie einiges gegen die Übelkeit tun. Lesen Sie hier mehr dazu.


Aufblühen in der Schwangerschaft? Viele werdende Mütter können da nur den Kopf schütteln – zumindest in den ersten Monaten. Laut einer Studie der APGO (Association of Professors of Gynecology and Obstetrics) leiden bis zu 85 Prozent der schwangeren Frauen unter Erbrechen in der Schwangerschaft oder morgendlicher Übelkeit.

Am häufigsten ist die Morgenübelkeit, aber der Zustand kann auch den ganzen Tag anhalten. Besonders Kaffee, Zigarettenrauch sowie der Geruch und Geschmack von fetten, säuerlichen oder stark gewürzten Speisen können Brechreiz auslösen. Auch vor Fleisch, Fisch und Eiern ekeln sich Schwangere häufig plötzlich. Die gute Nachricht: Bei den allermeisten ist diese beschwerliche Phase etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche überstanden.

Unsere Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit

  • Meiden Sie sehr fettige, frittierte, säurehaltige oder scharf gewürzte Speisen.
  • Essen Sie alle zwei Stunden eine Kleinigkeit und haben Sie immer etwas Traubenzucker parat. Auch Pfefferminz-, Ingwer-, Frucht- oder Kaubonbons können helfen.
  • Morgens direkt nach dem Aufwachen helfen Ingwertee und Zwieback oder Knäckebrot. Bleiben Sie dann noch 20 bis 30 Minuten liegen.
  • Lassen Sie sich ab und zu eiskaltes Wasser über die Handgelenke laufen.
  • Sorgen Sie immer für frische Luft und machen Sie so oft wie möglich Spaziergänge.
  • Homöopathen empfehlen „Colichum" bei Geruchsempfindlichkeit, „Nux vomica" bei starkem Brechreiz und „Sepia" bei wiederholtem Erbrechen.
  • Eventuell kann Ihnen auch ihr Frauenarzt Hausmittel oder Medikamente empfehlen, die in der Schwangerschaft eingenommen werden können.

Schuld sind die Hormone

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Schwangerschaftsübelkeit durch die hormonellen Veränderungen im Körper ausgelöst wird. Der „Hauptübeltäter" scheint das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) zu sein, dessen Produktion bis zur 12. bis 14. Schwangerschaftswoche auf Hochtouren läuft. Aber auch der erhöhte Östrogenspiegel und das Schilddrüsenhormon Thyroxin werden für die Übelkeit verantwortlich gemacht. Warum einige Frauen ganz unbeschwert durch die Schwangerschaft kommen, während andere bis zum 2. Trimester und manchmal sogar bis zur Geburt an Schwangerschaftsbeschwerden leiden, ist aber noch nicht ausreichend erforscht.

Kann die Übelkeit meinem Baby schaden?

Bitte machen Sie sich keine Sorgen: Schwangerschaftsübelkeit ist völlig normal und wirkt sich nicht auf Ihr Baby aus. Sie sollten nur so viel Essen und Flüssigkeit bei sich behalten, dass Sie nicht abnehmen und nicht dehydrieren. Eventuell ist es sinnvoll in Absprache mit Ihrem Arzt einige Mineralstoffe und Vitamine zu supplementieren (die zusätzliche Einnahme von Folsäure wird er Ihnen sicher bereits empfohlen haben).

Wann sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt sprechen?

Wenn Sie sich mehrmals am Tag übergeben, nichts mehr essen und trinken können und abnehmen. Diese extreme Form der Schwangerschaftsübelkeit nennt man „Hyperemesis gavidarum". Unter der Hyperemesis gravidarum leiden aber nur 2 bis 3 Prozent der Schwangeren. Risikofaktoren für diese übermäßige Übelkeit sind Mehrlingsschwangerschaften, die erste Schwangerschaft und leichtes Übergewicht.

In der Regel klingt die Übelkeit nach dem vierten Monat wieder ab, es gilt also: Durchhalten! In wenigen Monaten werden Sie die wunderbare Belohnung dafür in den Armen halten! Und spätestens dann ist alles andere vergessen.

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