woman_smile_1476.jpg

Gut essen und fit bleiben im Joballtag

Übelkeit, Müdigkeit oder Heißhunger machen den Joballtag in der Schwangerschaft häufig zum Langstreckenlauf. So halten Sie sich und Ihr Baby fit!


Wenn Sie nicht zu den Risikoschwangeren gehören, spricht im Grunde nichts dagegen, bis in die letzten Wochen der Schwangerschaft berufstätig zu sein. Das Mutterschutzgesetz sorgt für einen ausreichenden Schutz von Mutter und Baby im Job. Dennoch kann in der Schwangerschaft der Arbeitstag bisweilen zur Tortur werden. Etwa, wenn während des ersten Meetings die morgendliche Übelkeit zuschlägt oder Sie mit nie gekannter Müdigkeit zu kämpfen haben, während Sie sich auf eine wichtige Deadline konzentrieren müssen.

Unser Tipp

Öfter zwischendurch 1 Portion Obst oder Gemüse essen, z.B.:

  • 1 Apfel, 1 Banane, 1 Orange oder 1 Pfirsich
  • 2 Handvoll Erdbeeren, Himbeeren oder Trauben
  • 5 Trockenpflaumen oder getrocknete Aprikosen
  • 1 kleiner Kohlrabi, 1 Paprika oder 3 Tomaten (roh oder gedünstet)
  • 2 Hände voll Salat
  • 2 Handvoll gedünsteten Broccoli, Spinat oder Champignons (ca. 125 g)

1. Wie tanke ich Energie für den Job?

Trotz Übelkeit oder Essens-Ekel ist es wichtig, dass Sie Ihr Pensum an Energie und Nährstoffen erhalten. Denn Ihr Bedarf ist jetzt besonders hoch – was nicht bedeutet, dass Sie für zwei essen sollten, sondern doppelt so gesund. Denn eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ist nicht nur ein Schlüssel dazu, gesund zu sein, sondern auch, um im Job fit zu bleiben. Auf Ihrem Speiseplan sollten regelmäßig frisches Gemüse und Obst, Milch- und Getreideprodukte, fettarmes Fleisch und fettreicher Seefisch wie Lachs oder Makrele stehen.

So schaffen Sie es mit wenig Zeit und unregelmäßigen Essenszeiten gut über die prekären ersten 3-5 Monate Ihrer Schwangerschaft:

  • Deponieren Sie gesunde Snacks griffbereit in Ihrer Schreibtischschublade
  • Nehmen Sie für unterwegs Obst, Gemüsesticks oder vorbereitete Sandwiches mit - das schützt vor den Verheißungen von Imbissbuden und Bäckereien.
  • Falls Sie nicht mittags warm in der Kantine essen, bereiten Sie gesunde Mahlzeiten für abends vor.
  • Trinken Sie viel und halten Sie immer eine gefüllte Wasserflasche griffbereit.
  • Meiden Sie den im Büro oft obligatorischen Gang zur Kaffeemaschine.

2. Wie komme ich mit Schwangerschaftsübelkeit klar?

Die sogenannte Morgenübelkeit betrifft bis zu 90 Prozent aller werdenden Mütter. Trotz ihres Namens kann es Sie aber zu allen Tageszeiten erwischen. Wenn Sie zum Erbrechen neigen, sollten Sie immer Atemdrops oder –spray sowie Papiertaschentücher in der Tasche haben. Viele Frauen schwören auf Zwieback, Cräcker, Bananen, Nüsse, Ingwer oder Trockenfrüchte gegen Schwangerschaftsübelkeit. Diese Nahrungsmittel binden die Magensäure. Sie sollten am besten schon direkt nach dem Aufwachen sitzend im Bett davon etwas zu sich nehmen und immer einen Vorrat in Ihrem Schreibtisch haben. Und viel trinken – vor allem Wasser, aber auch Saftschorlen, Früchte- oder Kräutertees! Besonders Kamille- und Pfefferminztee können das flaue Gefühl im Magen lindern.

3. Wie achte ich im Job auf mich und mein Baby?

Höchstleistungen in der Schwangerschaft? Jetzt ist dafür definitiv nicht die richtige Zeit, denn die Schwangerschaft selbst ist Höchstleistung genug. Ihr Körper arbeitet 24 Stunden am Tag auf Hochtouren. Es ist also völlig normal, wenn Sie nicht ihr gewohntes Arbeitspensum schaffen. Bleiben Sie gelassen und überfordern sie sich nicht selbst.  Regelmäßige Erholung sollte jetzt dieselbe Prioriät für Sie haben wie gesunde Ernährung. Gönnen Sie sich Pausen, legen Sie so oft wie möglich die Füße hoch. Laut Mutterschutzgesetz dürfen Schwangere zwar nicht mehr Pausen machen als andere Angestellte auch, aber wer ständig sitzen muss, darf die Arbeit öfters kurz unterbrechen: aufstehen, herumgehen, kurz die Beine hochlagern.

Bequeme Kleidung und ein ergonomisch hochwertiger Bürostuhl sind jetzt ein Muss für Sie. Wenn Sie viel stehen oder sitzen, können Kompressionsstrumpfhosen sehr wohltuend sein – zudem wirken Sie gegen Krampfadern in der Schwangerschaft. Vor allem aber versuchen Sie, sich nicht stressen zu lassen: Dehnübungen zwischendurch oder Yoga und kurze Spaziergänge nach Feierabend wirken Wunder. Übrigens sind alle für Schwangere geeignete Sportarten jetzt gut für Sie: Ihr Körper bleibt geschmeidig, und Sie sind insgesamt ausgeglichener und belastungsfähiger.

Mit etwas Organisation und Entspanntheit können Sie den Joballtag auch in Ihrer Schwangerschaft  gut „stemmen". Ihr Durchhaltevermögen wird belohnt: Je länger Sie im Arbeitsleben bleiben, ihre beruflichen Kontakte halten und Ihre Belastungsfähigkeit trainieren, desto leichter wird ihnen die Rückkehr in den Job später fallen.

aptawelt_eltenservice (1).png

Das könnte Sie auch interessieren