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Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld: Wann was beantragen?

Sobald sich ein Baby ankündigt, kommen viele neue Aufgaben auf Sie zu. Das ist erst einmal lästig, aber, wenn Sie sich an unsere Checkliste halten, erleichtert es Ihnen die Organisation. Denn um staatliche Unterstützungen wie das Elterngeld zu erhalten, gilt es wichtige Fristen zu beachten.


Das Baby auf dem Ultraschall bewundern, die Erstausstattung einkaufen, eine Babyparty planen ... das alles macht die Vorfreude auf den Nachwuchs noch größer. Was weniger Spaß macht, sind die Formalitäten, die bei der Geburt eines Babys beachtet werden müssen.

Wenn Ihr Baby erst einmal auf der Welt ist, wird es viel aufreibender sein, sich um den „Papierkram" zu kümmern. Beschäftigen Sie sich besser rechtzeitig mit den organisatorischen Dingen rund um Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld. Dann ist der Aufwand gar nicht so groß, wie Sie es sich vielleicht vorstellen.

Wir haben Ihnen einen „Elternfahrplan" zusammengestellt, damit Sie alles im Überblick haben.

Auf einen Blick: Termine und Fristen

 

Beginn der Schwangerschaft

 

Bereits jetzt ist in vielen städtischen Kindergrippen eine Anmeldung möglich – kümmern Sie sich frühzeitig darum, denn oft gibt es lange Wartefristen.  

 

Bekanntgabe der Schwangerschaft

 

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber (Vorgesetzten und Personalabteilung) über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin. Erst dann kann Ihr Arbeitgeber die Einhaltung der Mutterschutzfristen für Sie sicherstellen.    
7 Wochen vor der Geburt

Beantragen Sie bei Ihrer Krankenkasse das Mutterschaftsgeld.

Sie benötigen dafür von Ihrem Arzt eine Bescheinigung über den errechneten Entbindungstermin. Diese erhalten Sie in 2 Ausgaben. Eine dient zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber zur Beantragung des Arbeitgeberzuschusses. Dieser steht Ihnen zu, wenn Ihr Nettogehalt über 390 EUR im Monat liegt. Die Ausfertigung für die Krankenkasse ergänzen Sie mit Ihrer Kontoverbindung sowie den Angaben zu Ihrem Arbeitgeber und Beschäftigungsverhältnis. Unterschrift bitte nicht vergessen!

 

 

6 Wochen vor der Geburt

 

Jetzt beginnt die Mutterschutzfrist und Sie sind von der Arbeit freigestellt.  

 

Geburt

 

Senden Sie eine Kopie der Geburtsurkunde an die Personalabteilung und die Krankenkasse. Beantragen Sie das Kindergeld, ändern Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale und melden Ihr Baby bereits in einer Kinderbetreuungseinrichtung an.  

 

Bis 1 Woche nach Geburt

 

Informieren Sie die Personalabteilung über Rückkehr in die bisherige Tätigkeit oder stellen Sie den Elternzeitantrag, wenn Sie die Elternzeit direkt nach dem Mutterschutz beginnen wollen.

Väter müssen ihren Antrag frühestens 8, aber nicht später als sieben Wochen vor dem geplanten Antritt beim Arbeitgeber einreichen, damit der besondere Kündigungsschutz ab Antragseingang bis zum Ende der Elternzeit besteht. Stellen Sie gegebenenfalls den Antrag auf Familienversicherung.

 

 

8 Wochen nach Geburt

 

In der Regel endet der Mutterschutz (bei Früh- oder Mehrlingsgeburten sind es 12 Wochen nach der Geburt). Beantragen Sie das Elterngeld. Eine rückwirkende Zahlung für 3 Monate ist auch möglich.  
Spätestens 7 Wochen vor Ablauf der beantragten Elternzeit

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und informieren Sie die Personalabteilung schriftlich über Ihre Rückkehr oder stellen Sie gegebenenfalls den Antrag auf Teilzeit oder auf das 3. Jahr Elternzeit. Übrigens, es ist auch möglich, bis zu 12 Monate der Elternzeit bis zum 8. Lebensjahr des Kindes aufzuteilen.

 

 
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