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So finden Sie die Hebamme Ihres Vertrauens

Welche Leistungen einer Hebamme Sie in Anspruch nehmen, können Sie selbst entscheiden. Wichtig ist, dass Sie Ihrer Hebamme vertrauen – vor allem für die Begleitung der Geburt.


Eine Hebamme begleitet Sie während der Schwangerschaft, hilft bei der Geburt und unterstützt sie im Wochenbett. Für viele Schwangere ist Sie eine sehr wichtige Bezugsperson, denn mit ihrem kompetenten Rat und ihrer Fürsorge können Sie der Geburt viel gelassener entgegensehen. Möglicherweise werden Sie staunen, bei wie vielen Dinge Sie die Hebamme unterstützen kann:

In der Schwangerschaft

  • Schwangerenvorsorge Die Hebamme kann die Vorsorgeuntersuchungen anstelle des Arztes übernehmen und auch den Mutterpass ausstellen. Nur für den Ultraschall müssen Sie zum Frauenarzt.
  • Beratung persönlich, telefonisch oder über E-Mail bei allen Fragen rund um  Schwangerschaft und Geburt
  • Hilfeleistung bei Schwangerschaftsbeschwerden
  • Geburtsvorbereitungskurse

Rund um die Geburt

  • Betreuung ab Beginn der Wehen bis mindestens drei Stunden nach der Geburt (egal ob im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause)

Im Wochenbett

  • Besuche im Krankenhaus
  • Hebammenhilfe bis zu acht Wochen nach der Geburt (bei Bedarf auch länger)
  • Rückbildungskurse

In der Stillzeit

  • Beratung und Unterstützung vom ersten Stillen bis zum Ende der Stillzeit bei Stillproblemen und Schwierigkeiten

Sie wünschen sich eine persönliche Hebamme?

Welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie aber eine intensivere, persönliche Betreuung wünschen und genau wissen möchten, wer Sie bei der Geburt begleiten wird, sollten Sie sich spätestens ab dem 5. Schwangerschaftsmonat eine Hebamme suchen, die durchgehend für Sie da ist.

Sie haben folgende Möglichkeiten, eine persönliche Hebamme zu finden:

  • Sie wenden sich an eine Hebammenpraxis. Dort arbeiten meist mehrere Hebammen zusammen. Der Vorteil ist, dass Sie – sollte Ihre Hebamme zum Geburtstermin krank oder in Urlaub sein – von einer Kollegin betreut werden können, die Ihre Wünsche kennt.
  • Sie suchen über die Geburtsklinik Ihrer Wahl eine Beleghebamme, die nicht festangestellt dort arbeitet, aber in den Klinikablauf eingebunden ist. Der Vorteil: Die Beleghebamme steht Ihnen auch außerhalb der Klinik zur Seite. Tipp: Eine gute Gelegenheit, die Beleghebamme Ihres Vertrauens kennen zu lernen, sind Informationsveranstaltungen Ihrer Klinik.
  • Sie suchen über den Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e. V. eine Hebamme. Freiberufliche Hebammen können auch die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen (ausgenommen den Ultraschall). Wenn Sie eine Hausgeburt ins Auge fassen, informieren Sie sich rechtzeitig nach einer freiberuflichen Hebamme, die über entsprechende Erfahrung in diesem Bereich verfügt und Sie schon während der Vorsorge betreut.
  • Sollten Sie sich für eine Geburt im Geburtshaus entscheiden, finden Sie auch dort eine Hebamme. Diese kann Sie vor, während und nach der Geburt persönlich betreuen. Auch wenn Sie nicht im Geburtshaus entbinden möchten, können Sie dort Kontakt zu freiberuflichen Hebammen aufnehmen.

 

Expertentipp:

Suchen Sie über den Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e. V. eine Hebamme, die Sie während Schwangerschaft und Geburt persönlich begleitet.

Ihnen reicht die Betreuung durch eine Klinikhebamme aus?

Es genügt Ihnen, wenn eine erfahrene Hebamme Sie während der Geburt betreut und Sie möchten keine durchgehende, persönliche Betreuung schon ab der Schwangerschaft? In diesem Fall kann Sie eine Klinikhebamme betreuen, die  in Ihrer Geburtsklinik fest angestellt ist. Auf den Informationsveranstaltungen der Klinik können Sie einige der Klinikhebammen kennenlernen. Sie können allerdings nicht eine bestimmte Klinikhebamme für Ihre Geburtsbegleitung „reservieren", sondern werden von einer oder mehreren der diensthabenden Hebammen betreut.

Rechtzeitig eine Nachsorgehebamme suchen

Die Leistungen einer Hebamme können Sie in einer Art Baukastenprinzip zusammenstellen. Auch wenn Sie nur während der Geburt von einer Klinikhebamme betreut wurden, steht Ihnen nach der Geburt die Unterstützung einer Nachsorgehebamme zu. Diese berät Sie während der Wochenbett- und Stillzeit und steht Ihnen mit vielen guten Ratschlägen und Tipps zur Seite. Die Krankenkassen zahlen für ihren täglichen Besuch in den ersten zehn Lebenstagen des Kindes und für weitere sechzehn Termine in der Zeit bis zur vollendeten achten Lebenswoche.

Um eine Nachsorgehebamme zu finden, können Sie jede freiberufliche Hebamme oder Beleghebamme kontaktieren – am besten so frühzeitig wir möglich. Adressenlisten bekommen Sie von Ihrer Krankenkasse, in der Apotheke, beim Gesundheitsamt, in Hebammenpraxen und Geburtshäusern, beim Frauenarzt, in der Entbindungsklinik oder einfach in den Gelben Seiten.

Ein Tipp: Achten Sie bei der Auswahl einer persönlichen Hebamme oder Nachsorgehebamme darauf, dass diese nicht zu weit von Ihrem Zuhause weg wohnt. So können Sie und die Hebamme sich im Bedarfsfall schnell und ohne großen Aufwand erreichen. Und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie spüren, dass die Chemie nicht stimmt, wechseln Sie! Die Begleitung durch Schwangerschaft und Geburt ist so intim, dass Sie sich zu 100 Prozent bei Ihrer Hebamme aufgehoben fühlen sollten.

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